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Was man über die Herstellung von Drucksachen wissen sollte

Die Herstellung einer Drucksache ist in verschiedene Stufen zu unterteilen.

1.1. Gestaltung
1.1.1. Grafik
1.1.2. Werbebüro

2.1. Druckvorstufe
2.1.1. Herstellung von Filmen und Lithos
2.1.2. Satz
2.1.3. Montage und Kopie
2.1.4. Arbeitsvorbereitung
2.1.5. Materialbereitstellung
2.1.6. Materialeinkauf

3.1. Druck
3.1.1. Offsetdruck
3.1.2. Buchdruck
3.1.3. Prägedruck
3.1.4. einfarbig
3.1.5. mehrfarbig
3.1.6. Maschineneinrichtungen
3.1.7. Fortdruck

4.1. Ausrüstung/Weiterverarbeitung
4.1.1. schneiden
4.1.2. rillen
4.1.3. perforieren
4.1.4. falzen
4.1.5. zusammentragen
4.1.6. heften
4.1.7. klebebinden
4.1.8. bandieren, verpacken
4.1.9. etikettieren, adressieren

5.1. Veredelung
5.1.1. kaschieren
5.1.2. laminieren
5.1.3. lackieren

6.1. Wie man bei Drucksachen Einsparungen vornehmen kann.
6.1.1. Erste Vorstellungen (Grobentwürfe/Skizzen)
6.1.2. Überlegung, ob ein professionelles Werbebüro notwendig ist
6.1.3. Filme und Lithos (falls notwendig) durch Drucker herstellen lassen
6.1.4. Satzvorlagen
6.1.5. Vorschrift, dass Montage + Kopie archiviert werden müssen
6.1.6. Durch geschickte Materialbewirtschaftung lässt sich sparen
6.1.7. Auf weniger Papiersorten festlegen
6.1.8. Mit Drucker besprechen, ob Vordrucke gemacht werden können



1.1. Gestaltung

1.1.1. Grafik

Der Grafiker erarbeitet mit oder ohne Mithilfe des Kunden ein ent-
sprechendes Outfit über ein oder mehrere Produkte. Er arbeitet
nach Aufwand mit einem Stundensatz zwischen Fr. 80.-- und
Fr. 200.--.

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1.1.2. Werbebüro

Das Werbebüro ist ein Generalunternehmer, der eine Drucksache
von A-Z fertig erstellen lässt. Vorteil: Nur ein Ansprechpartner.
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2.1. Druckvorstufe

2.1.1. Herstellung von Offsetplatten, Filmen und Lithos

Computer to Plate (Daten werden direkt auf die Offsetplatten kopiert), Computer to Film (Daten werden auf Positiv- oder Negativfilme kopiert).
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2.1.2. Satz

Bei der Preisberechnung kommt es sehr darauf an, ob nur reiner Satz oder
auch Umbruch und Gestaltung notwendig sind. Eine A4-Seite reiner Satz inkl. Belichtung wird heute zwischen Fr. 30.—bis Fr. 70.-- angeboten.
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2.1.3. Montage und Kopie

Darunter versteht man das Zusammenmontieren von Filmen und das
Kopieren auf die Offsetdruckplatten. Die Berechnung erfolgt nach An-
zahl Filmteilen (Lithos) resp. nach Grösse der entsprechenden Form
und Anzahl Platten.
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2.1.4. Arbeitsvorbereitung

Die Arbeitsvorbereitung umfasst die Druckvorstufe, die Herstellung
(Druck), die Ausrüstung und Weiterverarbeitung sowie die Veredelung
der Drucksache, bestimmt die Maschinenbelegung und somit die Ab-
lieferungstermine. Dies Abteilung befasst sich aber auch mit der
Materialbewirtschaftung.
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3.1. Druck

3.1.1. Offsetdruck

Mit wenigen Ausnahmen (z.B. Tages-Zeitungen) werden heute praktisch
alle Drucksachen im Offsetverfahren hergestellt. Es gibt 1-10-Farben-maschinen in den verschiedensten Formatbereichen von A4 bis 72 x 104 cm. Je nach Art und Auflage wird die entsprechende Maschine gewählt und hat selbstverständlich auf die Kalkulation einen starken Einfluss. Eine Kleinauflage auf einer grossen, modernen Maschine herzustellen ist genau so verkehrt, wie eine Grossauflage auf einer kleinen Maschine zu drucken.
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3.1.2. Buchdruck

bedingt, dass eine Bleisatz-Vorrichtung vorhanden ist. Es werden nur
noch spezielle Drucksachen im Buchdruckverfahren hergestellt, z.B.
Diplome, Eindrucke usw. (Heisspräge-Foliendruck)
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3.1.3. Prägedruck

Ein Druckgut kann ohne Farbe sog. blind oder mit Folie (Folienpräge-
druck) geprägt werden, so dass eine Art Relief entsteht. Wird häufig
bei exklusiven Briefschaften, Diplome, Geschäftsberichten etc. angewendet.
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3.1.4. einfarbig

einfarbige Drucksachen bedeuten in der Regel billigste Drucksachen.
Je nach Auflage und unter der Voraussetzung, dass die entsprechende
Druckmaschine vorhanden ist, können aber auch 2-farbige Drucksachen
praktisch zum gleichen Preis hergestellt werden. Dies Aussage bezieht
sich lediglich auf den so genannten Fortdruck.
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3.1.5. mehrfarbig

mehrere Farben bedeuten bei Einfarbenmaschinen pro Farbe einen Druck-
gang. Es gibt nun 1-/2-/4- und Mehrfarbenmaschinen, die alle Farben in
einem Druckgang drucken. Je nach Art und Auflage des Druckgutes wählt
man die optimale Maschine. Es kann durchaus sein, dass Vierfarbenpros-
pekte billiger auf einer Zweifarbenmaschine in zwei Durchgängen, als auf
einer Vierfarbenmaschine in einem Druckgang hergestellt werden können.
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3.1.6. Maschineneinrichtungen

Die Einstellung und Einrichtung einer Maschine wirkt sich sehr auf die
Kalkulation einer Drucksache aus. Aus diesem Grund sind die Einzel-
preise bei hohen Auflagen billiger, Die Einrichtzeiten verteilen sich auf
die Anzahl Exemplare.
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3.1.7. Fortdruck

als Fortdurck bezeichnet man die Druckzeit für den eigentlichen Druck,
wenn die Maschine eingerichtet ist. Es kommt öfters vor, dass die Ein-
richtzeiten grösser sind als die eigentlichen (Fort-)Druckzeiten.


4.1. Ausrüstung/Weiterverarbeitung

4.1.1. schneiden

man unterscheidet zwischen Vorschneiden (vor dem Druckvorgang)
und umschneiden (mehrere Nutzen aus Druckbogen) für fertige
Drucksachen.
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4.1.2. rillen

bei dickem Papier, in der Regel ab 150 g m/2 muss das Druckgut vor
dem Falzen gerillt werden (Stauchung), damit keine Risse entstehen.
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4.1.3. perforieren

perforieren kann man in einem separaten Arbeitsgang, aber auch bei
einer Mehrfarbenmaschine während des eigentlichen Druckvorganges,
was natürlich eine Verbilligung des Druckgutes bewirkt. Die so genannte
Offsetperforierung bedingt aber, dass die Perforierung nicht durch die
Farbe hindurch geschieht, sondern lediglich im "weissen Bereich", da
sonst die Farbe auf das Gummituch gepresst wird und das Druckgut
nicht sauber hergestellt werden kann, ausser das Gummituch wird
laufend gereinigt (zeitaufwendige Unterbrüche).
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4.1.4. falzen

es gibt die unterschiedlichsten Falzmaschinen und Falzmöglichkeiten:
Bruch-Falzung, Parallelfalzungen, Wickelfalzungen, Zickzack- oder Leporello-Falzungen, Kreuzbruchfalzungen, Fensterfalzungen.

Ein Medikamentenpackungsprospekt im Kleinformat kann nicht auf derselben Maschine wie z.B. eine Hauszeitung gefalzt werden. Auch hier sind Einrichtzeiten zu kalkulieren, die sich dann wieder auf die Anzahl Exemplare umschlagen.
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4.1.5. zusammentragen

einzelne Blätter werden zu Katalogen, Garnituren oder Broschüren

zusammengetragen.
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4.1.6. heften

Drahtheftung, im Bund geheftet, gefälzelt etc.
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4.1.7. klebebinden

einzelne Blätter oder Bogen einer Broschüre oder eines Buches werden
aneinander geklebt
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4.1.8. bandieren und verpacken
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4.1.9. etikettieren/adressieren
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5.1. Veredelung

5.1.1. kaschieren

je nach Dicke und Art des Kartons wird anstelle des direkten Druckes
auf Karton ein bedrucktes Papier aufgeklebt (Kaschierung). Es gibt
heute gut bedruckbaren Karton, wo kaschieren nicht mehr notwendig
ist.
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5.1.2. laminieren

auf das Druckgut wird ein Filmüberzug auflaminiert und schützt gegen
Abdrücke und Wasser.
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5.1.3. lackieren

viele mehrfarbige Drucksachen werden heute während des Druckvor-
ganges lackiert um sie bei der Weiterverarbeitung gegen Scheuer-
ungen und Fingerabdrücke zu schützen. Glanzlackierungen oder
Mattlackierungen.
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6.1. Wie man bei Drucksachen Einsparungen vornehmen kann


6.1.1. Erste Vorstellungen (Grobentwürfe/Skizzen) an Grafiker liefern.
Kostenvoranschlag verlangen.
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6.1.2. Überlegung, ob ein professionelles Werbebüro notwendig ist oder ob
die hauseigene Grafikabteilung der Druckerei ausreicht.
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6.1.3. Filme und Lithos (falls notwendig) durch Drucker herstellen lassen.
Papier- und Nutzenbestimmung sind evidente Kostenfaktoren.
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6.1.4. Satzvorlagen sauber geprüft und elektronisch erfasst (Entwürfe) abliefern.
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6.1.5. Vorschrift, dass Montage + Kopie archiviert werden müssen, um bei einem
allfälligen Nachdruck diese Kosten einsparen zu können.
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6.1.6. Durch geschickte Materialbewirtschaftung lässt sich sehr viel Geld
sparen. Ab einer bestimmten Menge, ca. ab 1'500 kg Papier, kann
der Drucker ab Fabrik kaufen, d.h. das Material kommt direkt vom
Werk in die Druckerei und muss nicht beim Grosshändler an Lager
gelegt werden. Das bedingt aber eine Lieferfrist von 4-8 Wochen je
nach Papiersorte. Rechtzeitige Disponierung (fängt beim Kunden
an) bedeutet bis zu 10% Einsparung auf den Gesamtpreis. Wir
arbeiten heute mit "Disporabatt".
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6.1.7. Auf weniger Papiersorten festlegen. Druckerei Gelegenheit geben, bei Spezialpapieren den ungefähren Jahresbedarf an Lager zu nehmen. Es macht einen grossen Unterschied, ob die Druckerei z.B. farbiges Papier zu 1'000 Bogen oder zu 20'000 Bogen beim Papierlieferanten einkaufen kann.
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6.1.8. Mit Drucker besprechen, ob Vordrucke gemacht werden können, z.B.
für Visitenkarten etc. oder Teil der Auflage bei Drucker an Lager
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DK Druck & Kommunikation AG

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